Corona Virus; Bild aus shutterstock_1672699576
Corona Virus; Bild aus shutterstock_1672699576

 

Zu Zeiten von Corona mit täglich neuen Fallzahlen und Todesraten möchten wir unseren Newsletter gleich mal mit einer positiven Nachricht starten: Laut Ärzteblatt*1 ist „das menschliche Immunsystem auf neuartige Erreger wie SARS-CoV-2 in der Regel gut vorbereitet.“ Als Beispiel wird ein Fall einer Studie (Nature Medicine 2020) zitiert, dort eine 47-jährige Frau, die mit Symptomen von Abgeschlagenheit, Halsschmerzen, trockenem Husten, leichter Atemnot und Fiebergefühlen in die Klinik kommt. In den ersten Untersuchungen zeigt sich eine hohe Herzfrequenz (120 S/min), ein Blutdruck von 140/80 mmHg, eine Körpertemperatur von 38,5° und eine Atemfrequenz von 22/min. Das Ergebnis des Abstrichs war positiv (3. Tag), auch die Folgeproben (Stuhlprobe und sog. Sputum, d.h. Auswurf, Tag 5 und 6) zeigten eine Infektion an. Ihr wurde eine leichte bis mittelschwere Erkrankung diagnostiziert. Bereits am 07. Tag war der Abstrich schon wieder negativ, d.h. das Immunsystem hatte die Infektion bereits unter Kontrolle, ohne dass die Frau mit Sauerstoff und Medikamenten behandelt werden musste. In den Folgetagen erholte sich die Frau, am Tag 10 wurde sie wieder aus der Klinik entlassen. Eine mut-machende Geschichte, oder?

 

Wir wollen es realistisch betrachten, denn wir kommen natürlich an den Corona-Todesraten nicht vorbei: Aber auch hier äußerst ermutigend: In Deutschland sind die Todesraten im europaweiten Vergleich sehr niedrig. Oft wurde in der Vergangenheit über das deutsche Gesundheitssystem gewettert, doch in diesen Zeiten zeigt sich umso mehr, dass wir im Gegensatz zu Ländern mit höheren Todeszahlen gar nicht so schlecht aufgestellt sind. Natürlich gibt es auch bei uns Optimierungsbedarf, doch bisher scheint das deutsche Gesundheitssystem ordentlich zu funktionieren und natürlich hoffen wir, dass das auch bei höheren Fallzahlen so bleibt.

 

Doch nicht nur das Gesundheitssystem (das ja der einzelne Mensch nicht in der Hand hat), sondern auch die Eigenverantwortung und der Gesundheitszustand jedes einzelnen Mitbürgers hier, vor allem im höheren Alter, spielen bei einer Infektion eine maßgebliche Rolle. Denn wenn Du mit einem starken und stabilen Immunsystem aufgestellt bist, dann hast Du große Chancen, dass der Verlauf einer Infektion milde verläuft. „Der Kampf des Immunsystems gegen das neue Virus scheint kurz und nicht besonders heftig gewesen zu sein“, schreibt das Ärzteblatt zum oben geschilderten Fall der Frau. „Ihr Immunsystem hat innerhalb weniger Tage die notwendigen Schritte eingeleitet, um den Angriff der Viren abzuwehren“. Natürlich ist es Gegenstand weiterer Studien, warum bei vielen Menschen ein schnelles Abklingen der Erkrankung gelingt, bei manchen jedoch nicht, wobei jedoch bereits eine begründete Vermutung in Vorerkrankungen (v.a. chronische Lungenerkrankungen) und höheres Alter mit weniger stabilem Immunsystem liegt.

 

In Zeiten größerer Angst vor diesem (bisher weniger bis unbekannten) Virus sei von unserer Seite empfohlen, diesen Artikel aus dem Ärzteblatt zu lesen (auch wenn es für den Laien sicherlich etwas schwere medizinische Kost ist), um wieder Mut zu schöpfen und auf die eigenen Abwehrkräfte zu vertrauen; denn eine starke innere Einstellung und psychische Stabilität helfen unserem Immunsystem gleichermaßen wie ein starker Körper.

 

Und gleichzeitig kannst Du durch eine moderate sportliche Aktivität Stress und Ängste abbauen, denn durch die beim Sport ausgeschütteten Hormone (v.a. Serotonin, Endorphine und Dopamin) wird die Stimmung verbessert und das Wohlbefinden gesteigert. Nutze also die anregende Wirkung der körperlichen Aktivität auf Deinen Gemütszustand, und Du wirst besser als viele andere durch diese Krisenzeit kommen.