Soll ein Rentner anders essen als ein Berufstätiger? Zweifelsohne ändert sich mit zunehmendem Alter einiges in unserem Körper, was auch das Ernährungsverhalten beeinflusst. Wichtiger Punkt ist, dass der Wassergehalt der Zellen abnimmt, die Haut wird dadurch faltiger, die Elastizität des Bindegewebes und das Durstgefühl nehmen ab. Umso wichtiger wird, dass der Senior trotzdem ausreichend trinkt (mind. 1,5 Liter/Tag) und vor allem bei sportlichen Aktivitäten das Flüssigkeitsdefizit wieder ausgleicht. Ideal ist Wasser.

Da sich im Alter die Anzahl der Geschmacksknospen deutlich verringert, ändern sich auch Geruch und Geschmacksempfindungen. Sie spielen bei der Nahrungsauswahl und dem Appetit eine wesentliche Rolle. Senioren müssen als Folge davon aufpassen, ihre Speisen nicht zu stark zu salzen. Denn die Blutdruckwerte neigen im Alter dazu, zu hoch zu werden. Ein hoher Salzkonsum verstärkt diesen Effekt. Auch Zahnverluste und schlechtsitzende Prothesen können das Essverhalten negativ beeinflussen, da hier weniger gekaut wird und gleichzeitig ungern faserreiche Lebensmittel (fehlende Ballaststoffe!) gegessen werden.

 

Verstopfungen sind dann die Folge. Zur Beseitigung werden abführende Medikamente (Laxantien) eingenommen, die letztendlich auch wieder einen stärkeren Wasserverlust und somit negativen Einfluss auf den Wasserhaushalt haben. Es gibt kein einfacheres Mittel, Verstopfungen entgegenzuwirken, als die Bewegung. Damit wird die Peristaltik (= Darmbewegungen) angeregt. Wenn gleichzeitig zur sportlichen Aktivität noch ausreichend getrunken wird, so hat der Darm seine normale Funktion. Und „eine kurze Transitzeit des Speisebreis (= täglicher Stuhlgang) kann auch zu einer Senkung des Risikos beitragen, an Darmkrebs zu erkranken.“1